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Schiffbau Johann Lange

 

Panorama 1847

Die Lange-Werft mit Stapellauf des Vollschiffs “Uhland” und weitere Lange-Schiffe auf der Weser,
Ein Gemälde von Carl Justus Harmen Fedeler, Bremen, 1847(?)

Johann Lange wurde als Sohn eines Schiffbauers 1775 in Vegesack geboren. Dort lernte er den Schiffbau auf der Jantzen-Werft. Nach dem Tod des Eigentümers wurde er Werftleiter. Am 21. September 1805 gründete Johann Lange seine eigene Werft, indem er das Gelände Am alten Tief an der Schönebecker Aue nahe der Lesummündung pachtete. Hier befand sich die bereits 1639 gegründete Werft des Schiffbauers Cord Cöper. Unmittelbar darauf begann Lange mit dem Bau einiger Schiffe für die Bremer Heringsfischerei-Compagnie. 1814 kaufte Lange dieses Grundstück und erwarb ein weiteres auf dem gegenüberliegenden Aue-Ufer, das zum hannoverschen Gebiet gehörte. Beide Grund-stücke wurden später durch eine Brücke über die Aue verbunden.

Lange war neben dem Schiffbau vielseitig unternehmerisch tätig (Brennerei, Brauerei, Seifenfabrik, Walfang, Trankocherei, Reederei, Dampfmühle).

Seine Mitarbeiter waren für eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle in einer eigenen Krankenkasse versichert.

Die Werft und einige der dort gebauten Schiffe:

Lange-Werft >>>

Langewerft-39

Werft 1847

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Stapellauf ca. 1835

Langewerft-41 1888 th

Werft 1888

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Werft um 1880

Schiffe der
Lange-Werft >>>

Langewerft-44 Stapellauf
Stapellauf “Uhland”

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Schiffe “Johann” (li.) und “Anna

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Pauline

Die “Pauline” lief auf Langes Schiffbauplatz in Grohn am 3. Dezember 1838 für H.H. Meier & Co., Bremen, vom Stapel. Die Pauline war für die Nordatlantik Passagierfahrt bestimmt. Die Jungfernfahrt begann unter Führung von Kapitän Jürgen Meyer aus Vegesack am 1. April 1839 und führte mit 82 Passagieren nach New York, das nach 36-tägiger Reise erreicht wurde.

 

500px-Steamship_Die_Weser_1817.svg[1]

 

Am 7. Mai 1817 wird das erste von Lange gebaute Flussdampfschiff „Die Weser“ feierlich in Dienst gestellt. Sie gilt als eines der ersten deutschen Dampfschiffe. Auf dem Notgeld von 1921 wird sie als das erste bezeichneit

Von der Bremer Bootsbau Vegesack GmbH (BBV) wurde das Schiff äußerlich nachgebaut. Es ist jedoch nur eine Art Attrappe und dient der Jugendherberge als Übernachtungsschiff.

 

die weser 1

>die weser 2

>Die Weser - Schnittzeichnung

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Datenblatt “Die Weser”

Notgeld Vegesack 08

Nachbau 'Die Weser' - 28-Mrz-2012 12-03-231

Nachbau der BBV

Nachbau 'Die Weser' - 28-Mrz-2012 12-03-234

Nachbau der BBV

Nachbau 'Die Weser' - 28-Mrz-2012 12-03-236

Nachbau der BBV

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Raddampfer
“Gutenberg”

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Raddampfer “Bremen”

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Schifffahrt zur Beisetzung von Johann Lange

Lange starb am 29. April 1844. Nach seinem Tod wurden seine Unternehmen noch einige Zeit als Familienbetrieb weitergeführt, insbes. von seiner Frau Anna, geb. Raschen, dann verkauften die Gesellschafter die Werft und sie wurde zusammen mit anderen Unternehmen zur Großwerft Bremer Vulkan.

Das Familiengrab befindet sich auf dem Vegesacker Friedhof.

 

Martin Lange, Johanns Sohn (Werft)Der Kaufmann Martin Lange war als Reeder tätig und hat zwischen 1832 und 1859 eine Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, Schiffsbrotbäckerei, sowie zusätzlich ab 1839 eine Dampf- und Reismühle im großen Packhaus an der Hafenstrasse, dem heutigen KITO, betrieben. 1857 ließ er sich in Aumund ein repräsentatives Gutshaus mit einem achteckigen Turm errichten. Das Haus wurde Mitte der 1930er Jahre umgebaut und beherbergte über einen langen Zeitraum das Bauamt Bremen-Nord (heute: Johann-Lange-Str. 25). Literatur: Sophie Hollanders (Hg.): Vegesack. Bilder einer alten Hafenstadt, Bremen 1984, S. 111-113

Pawlik-Buecher

Literatur zu den Segelschiffen auf der Weser und ihren Werften von Dr. Peter-Michael Pawlik, der diese Seite unterstützt hat.

 

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