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Gedanken zum Tod

 

Wir möchten unseren Friedhofsfreunden ein par Geadanken über Leben und Tod an die Hand geben und verwenden dazu den Text eines Liedes von Huub Osterhuis (1969) in der Übersetzung von Lothar Zenetti (1974). Das Lied findet sich sowohl im Evangelischen Gesangbuch (EG 382) als auch im katholischen Gotteslob (GL 621).

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
 
 
leere haende sw

 Ich habe nichts in Händen. Und muss dies zugleich Gott bekennen: "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr". Dabei spielt es keine Rolle, ob ich bisher viel oder wenig geleistet habe. Ich habe nichts, was mir angesichts der Fremdheit von Gott und seinen Wegen als Sicherheit bleibt. Zugleich sehe ich: ich bin weder der einzige, noch der erste, der nach Gott ruf. Dieses Rufen nach Gott gehörte immer schon zum Menschen. Mein Los, mein Schicksal ist der Tod. Er ist mir zugedacht, ich kann ihm nicht ausweichen.

Huub Oosterhuis geht es in seinem Lied nicht nur um Erkennen und Bekennen, sondern um Fragen. "Hast du nicht andern Segen?" Ist dies wirklich alles: Der Tod als Ende eines vielleicht reich erfüllten Lebens, das nun trotzdem leere Hände hat? Der Tod ist durchaus als Segen begreifbar, als Erlösung vielleicht nach langer Leidenszeit. Aber ist das wirklich alles? Darum die Frage nach anderem Segen. Der Tod ist zuerst einmal das Ende jeder Zukunft. Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ist das auch meine Frage?

Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?

händemal

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und lass mich unter deinen Kindern leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Furcht und Hoffnung

Textquelle: P. Benno Kupfer

 

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